Eine kleine Reise nach Riga

Vor gut einer Woche weilte ich ein paar Tage in Riga. Eigentlich war ich nur damit beschäftigt, mich ein wenig von den „Lernphasen“ in Uppsala zu erholen. Dies bedeutet wiederum, dass ich die Altstadt von Riga (zusammen mit den anderen Mitreisenden) laufender Weise erkundet habe. Und wann immer
wir keine Lust mehr zum Laufen hatten, sind wir in ein Café gegangen und haben Kaffee getrunken. Das war oft. Vor allem am ersten Tag, wo es wunderprächtigen Schneeregen gab, der gleich dafür gesorgt hat, dass ich krank geworden bin. Die Abende waren natürlich von Feiern geprägt. Sofern das noch möglich war. Denn in Riga konnten ja wieder „normale“
Öffnungszeiten von „Clubs“ genossen werden. Dass heißt, wenn das ausgenutzt worden ist, wurde der nächste Tag eigentlich nur mit schlafen verbracht. Aber dennoch sind mir „besondere“ Auffälligkeiten begegnet:
- ziemlich viele Autos der Firmen Bentley, BMW, Mercedes, Porsche (Frage: Wie das?)
- ziemlich viel Sex-Tourismus (eventuell Beantwortung der obigen Frage)
- ziemlich viele „Naktsklubs“ (ob das „Nacht“ oder „Nackt“ bedeutet ist so was von egal)
- Wirtschaftswachstum um die 11% (eventuell auch die Antwort auf obige Frage)
- es ist gar nicht so billig wie gedacht (höchstwahrscheinlich wegen dem Wirtschaftswachstum)
- Ziemlich viele Frauen, die sich so kleiden, als ob sie als Animateusinnen in der Sex-Tourismus-Branche arbeiten
- ziemlich viele Männer, die so aussehen als seien sie Vorgesetzte dieser Animateusinnen
- im Vergleich mit Berlin sind die Menschen noch viel unfreundlicher (das Wirtschaftswachstum könnte womöglich doch nicht in Verbindung zum Dienstleistungssektor stehen)
- wenn man mit großer Handtasche und „kleiner“ Reisetasche Bus fährt, muss man summa summarum Bustickets für drei Personen kaufen (Verbrecher!!!!)
- Ganz viele Erasmus-Studenten aus Schweden die mit Hartschalen-Koffern nach Riga reisen, um den billig in
Supermärkten ersteigerten Alkohol sicher ins schwedische Land zu bringen
- hohes Aufgebot an Polizei (die Busgesellschafts-Verbrecher...jede Wette)
- Clubs mit 90er-Jahre-Techno, russischem Pop oder Britney & co. (darauf muss sich aber nur eingestellt werden und dann macht das Feiern auch Spaß)
- Wenn an öffentlich Plätzen offesichtlich Alkohol getrunken wird, dies von der Polizei gesehen wird, müssen circa 10 Euro Strafe bezahlt werden
- ganz viel Go-Go-Getanze in den Clubs
- Konsumfreudige Stadt (Öffnungszeiten der Supermärkte und der
Einkaufscenter: 10-22 Uhr/täglich)
- wenn das Zimmer im Hostel mit 12 anderen Personen geteilt wird, sollte man Ohropax dabei haben (WIRKLICH)
- sehr schöne Altstadt (die Außenbezirke habe ich aus irgendeinem Grunde vermeiden wollen...)
- es soll interessante Museen geben (haben die anderen gesagt...)
- interessant aussehende Häuser, Kirchen, Türme, Parks etc.
- super Angebot von Blätterteig-Backwaren
- günstige Pelmeni-Fast-Food-Restaurants (bieten auch Wodka-Shots für 60 Cent an)
- Stromleitungen zwischen den Häusern
- schöne, entspannte Tage die von einigen Auffälligkeiten begleitet waren


uppsuli - 10. Nov, 22:51

