Erasmus - mehr als nur studieren...

Ich muss zugeben, dass vielen Stimmen Recht zu geben ist, dass während des Studienprogramms Erasmus an manchen Tagen mehr gefeiert wird, als das gelernt wird. Gestern zum Beispiel hat mein jetziger Kurs ( „Media, policy and regulation“) einen „Pub Crawl“ veranstaltet. Binnen dieses „Pub Crawls“ muss allen 13 Nationen Uppsalas* ein Besuch abgestattet werden. Der Besuch
der Nation ist dann davon gekennzeichnet, dass binnen 20 Minuten ein Bier getrunken wird. Denn wenn erst am Abend mit dem „Pub Crawl“ begonnen wird, ist es mit unter schwer, alle 13 Nationen bis 01.00 Uhr (dann wird in Schweden so gut wie alles dicht gemacht) abzulaufen. Für Menschen, die Bier mögen, auch viel davon vertragen und auch im Schnelltrinken erprobt sind,
mag solch ein „Pub Crawl“ ja kein Problem sein. Aber schon für Menschen, die kein Bier mögen, mit dem Fahrrad 3 km nach Hause fahren müssen (ohne Licht) und am nächsten Morgen eine Präsentation im feinsten Englisch abliefern müssen. Es ist ja nun auch so: pro Bier sinkt das Niveau um ein kleines Stück. Wird ein Bier ausgelassen, ist man verloren zwischen den ganzen
kreischenden Amis und Schweden.
Was ich vorschlagen würde, wäre ein „Pub Crawl“ ohne Bier, aber mit Wein.
*Bei den 13 Nationen Uppsalas handelt es sich um „Clubs“, deren Geschichte bis in das 17. Jahrhundert zurückgeht. Jede Nation Uppsala steht in Verbindung zu einer bestimmten Region in Schweden und trägt auch deren Namen (Stockholm, Gästrike Hälsinge, Uppland, Östgöta, Södermanlands-Nerike, Västmanland-Dala, Småland, Göteborg, Kalmar, Värmland, Norrland, Västgöta, Gotland). Als Student in Uppsala muss man Mitglied in einer dieser Nationen sein. Ohne Nationen
Mitgliedskarte kann keine Klausur geschrieben werden. Innerhalb dieser Nationen spielt sich fast das gesamte „Nachtleben“ Uppsalas ab. Viele Nationen haben eigene Clubs, Cafés, Bars oder Pubs; sie bieten aber auch viele Freizeitmöglichkeiten an, oder auch Ausflüge.
uppsuli - 24. Okt, 19:33
DmdGBAugen (Gast) - 25. Okt, 23:25
Für derartige Unternehmungen braucht man die Hauptstadt nicht zu verlassen! Ich berufe mich hierbei auf eine kürzlich gesehene Berichterstattung des Senders "N24", der das "Pup Crawlen" in Berlin vorstellte... Also herkommen, Du "Crawlerin"
p.log (Gast) - 26. Okt, 12:09
möööglich, man sollte dabei aber nicht den erasmus gruppendruck unterschätzen, dem man zu hause so nicht unterliegt...


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