Sonntag, 21. Oktober 2007

Endlich Herbst in Uppsala!

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Der Fyrisån im Stadtzentrum

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Domkyrkan

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Engelska Parken - Park vor dem Spracheninstitut

Die Bäume verlieren ihre Blätter, es wird kälter, es wird schneller dunkel, es regnet häufiger, es wird windiger und man braucht langsam Handschuhe – es wird Herbst in Uppsala. Wenn dann auch noch die Heizung im Zimmer funktionieren würde, wäre ich ziemlich glücklich. Aber die Schweden scheinen noch nicht zu denken, dass der Herbst losgeht. Nicht einmal, wenn es schon in
einer Nacht geschneit hat. Auch viele Schwedinnen scheinen noch nicht zu denken, dass Herbst ist. Wo ich schon 2 paar Wollstrumpfhosen und noch ein paar Wollsocken extra anziehe, kommen sie noch immer mit Feinstrumpfhosen in die Universität. Und die Zeit, die sie im Bad aufwenden um sich herzurichten, scheine ich eindeutig dafür aufzuwenden, um mir die ganzen
Sachen anzuziehen. Aber in ein schönes, herbstliches Uppsala gehören eben auch schöne Schwedinnen.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Korridorparties und Wesensveränderungen der Schweden

Auf die allwochenendlichen Korridorparties in Flogsta ist immer Verlass. Es würde nicht ein Wochenende vergehen, an dem nicht mindestens fünf Party-Optionen bestehen. Wenn in dem Korridor, in dem ich wohne, eine Party steigt, dann erlebe ich eine komplette Wesensveränderung meiner schwedischen
Korridornachbarn. So bald sie Alkohol trinken, sind sie beängstigend aufgeschlossen, sehr gesprächig und können sogar ein ungezwungenes Lächeln hervorbringen. Trinken sie noch etwas mehr Alkohol, können sie sogar nerven. Wenn jedoch der „Morgen danach“ gekommen ist, haben die Schweden wieder eine
komplette Wesensveränderung vollzogen. Anstatt nur freundlicher Ignoranz, die unter der Woche vorherrschend ist, kommt es am Sonntag zu einer vollkommenen Ignoranz seitens der Schweden. Am Sonntag schaffen es die meisten Schweden meines Korridors nicht einmal mehr beim „hej“ - Sagen den Kopf zu heben. Manche schaffen nicht einmal mehr das Wort „hej“ zu sagen.
Dieses Phänomen konnte ich mir noch nicht wirklich erklären. Schämen sie sich dafür, sich gestern mit dir unterhalten zu haben? Oder schämen sie sich dafür, dass sie sogar auf dem Korridor getanzt haben, so dass es jeder sehen konnte? Schämen sie sich so sehr dafür, dass sie auf Grund des Alkohols ihre freundliche Ignoranz in Aufgeschlossenheit verwandeln konnten? Oder schämen sie sich dafür, dass sie gezeigt haben, dass sie auch lachen und Spaß haben können? Vielleicht vertragen sie auch einfach nur nicht den Alkohol.
Ich muss mich wahrscheinlich damit abfinden, dass dieses Phänomen unerklärbar und unverständlich ist. Ich muss einfach hinnehmen, dass sie am Sonntag einen nur komplett ignorieren können. Unter der Woche normalisiert sich das Verhalten wieder auf freundliche Ignoranz und am Samstag sind sie wieder offenherzige Menschen. Wenn man sich auf diesen Kreislauf erstmal eingestellt hat, dann kann man auch sehr viel einfacher mit den Wesensveränderungen der Schweden umgehen und kann ihnen auch nicht wirklich böse sein. Aber nichtsdestrotz: es ist ein eigenartiges Phänomen!

Montag, 8. Oktober 2007

Schweden hat auch ein wenig Humor

Neulich, bei einem Gespräch mit einem Schweden, wurden interessante Begleiterscheinungen des Elchtests ausgewertet. Dieser wird bekanntlich ja deshalb gemacht, um die seitliche Stabilität eines Kfzs zu testen. Dabei wird mit einer hohen Geeschwindigkeit die Spur nach links gewechselt, um sie nach einer kurzen Fahrt geradeaus wieder nach rechts zu wechseln. Sozusagen die Simulation des Umfahrens eines Elches. Jeder weiß, dass die Mercedes A-Klasse vor 10 Jahren dabei auf dem Dach gelandet ist. Daraufhin hat sich fast jeder Besitzer einer Mercedes A-Klasse einen Stoffelch unter die Frontscheibe geklemmt. Die Schweden bezeichneten die A-Klasse ab diesem Tag nur noch "Vält-Klasse". Dabei handelt es sich um ein feines Wortspiel. Rein akustisch könnte man "Väld-Klasse" verstehen, also "Welt-Klasse". Im Schwedischen bedeutet
"välta" (wieder mit "t") aber umkippen. Die Entscheidung kann also zwischen "Welt-Klasse" und "Umkipp-Klasse" fallen. Das hat doch Sprach-Klasse!!!

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Die Schwedenbörse

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Anscheinend sind es doch mehr Männer im Moment, die verstärkt auf der Suche nach einer Frau sind. Von daher, um den Trieben Gerechtigkeit walten zu lassen: die Erweiterung der Schwedenbörse um das weibliche Geschlecht. Ich
bitte um Bewertung, damit nächstere Auswahl user-freundlicher ist. Wünsche könnne geäußert werden. Ich bin in Schweden...da wird dem Konsens viel Beachtung geschenkt. Ansonsten: blond-hübsch-blauäugig....oder braunäugig...

Freitag, 28. September 2007

Der Transrapid für zwischendurch:

Dies spiegelt keine politische Meinung wieder. Es hat auch nichts mit Schweden oder meinen Aufenthalt hier zu tun. Aber zum Abschied von Edmund Stoiber aus dem Ministerpräsidentenamt sollte er doch noch für seine großen Taten geehrt werden: seine aussagekräftigen Reden. Zum Beispiel folgende über den Transrapid - der Klassiker quasi:

"Wenn Sie vom Hauptbahnhof in München... mit zehn Minuten... ohne dass Sie am Flughafen noch einchecken müssen, - dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen... am... am Hauptbahnhof in München, starten Sie ihren Flug - zehn Minuten - schauen Sie sich mal die großen Flughäfen an, wenn Sie in
Heathrow in London oder sonst wo... Ich meine Charles de Gaulle in... äh... Frankreich oder in... äh... Rom. - Wenn Sie sich mal die Entfernungen ansehen, wenn Sie Frankfurt sich ansehen, dann werden Sie feststellen, dass... zehn Minuten Sie jederzeit locker in Frankfurt brauchen, um ihr Gate zu finden. Wenn Sie vom Flug - äh... vom Hauptbahnhof starten: Sie steigen in den
Hauptbahnhof ein, Sie fahren mit dem Transrapid in zehn Minuten an den Flughafen in... - an den Flughafen Franz-Josef Strauß. Dann starten Sie praktisch hier am Hauptbahnhof in München - das bedeutet natürlich, dass der Hauptbahnhof im Grunde genommen näher an Bayern - an die bayerischen Städte
heranwächst, weil das ja klar ist, weil aus dem Hauptbahnhof viele Linien aus Bayern zusammenlaufen."

Alles klar? Alles klar! Tschüss Ede!

Dienstag, 25. September 2007

Wie sich Schweden noch finanziert/oder finanzieren könnte

Um bespielsweise universelle, wohlfahrtsstaatliche Leistungen in Schweden vollbringen zu können, bedarf es voller kommunaler Haushaltskassen. Dies gelingt durch eine hohe Mehrwertsteur, durch eine hohe Alkoholsteuer...und durch das Abschleppen von Fahrrädern, die in der Innenstadt Uppsalas nicht an einem der zahlreichen, aber besetzten, Fahrradständer angeschlossen sind.
Ein Fahrrad in Uppsala falsch zu "parken" kostet umgerechnet 30€. Die Fahrräder, die falsch stehen, werden in Transporter
gehievt, zu einem abgelegenen Ort gefahren und dann in Container eingeschlossen. Binnen zwei Tagen, muss man sich sein Rad dort abholen. Und wie ihr euch denken könnt - ich habe mein Fahrrad falsch "geparkt". Um mein Rad wieder zu bekommen,
hätte ich also einen Betrag zahlen sollen, von dem ich mir auch schon wieder ein neues Rad auf dem Flohmarkt hätte kaufen können. Beim Abschleppdienst der "Uppsala kommun" dann irgendwann angekommen, wurde mir die Strafe jedoch
erlassen, da ich Austauschstudentin bin und ich die Vorschriften ja nicht kennen kann. Beim Heraushieven des Rades aus dem Container, ist dann aufgefallen, dass der Vorderreifen einen Platten hat. Der Uppsala-Fahrrad-Abschlepp-Beauftragte hat dann dafür gesorgt, dass ich in der Fahrradwerkstatt, welche sich natürlich auch auf dem Gelände befand, einen neuen Schlauch für das Rad bekommen habe. Wenn man also in Uppsala kein Geld für Fahrradreperaturen übrig hat, sollte man sein Fahrrad
abschleppen lassen, beim Abholen sofort angeben, dass man Austauschstudent ist und absolut unwissend sei und natürlich noch ganz viel lächeln...

Mittwoch, 19. September 2007

Gender Mainstreaming in Uppsala

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Ja, ja die Schweden...was tun sie nicht alles um eine
Gleichstellung der Gechlechter in ihrem Land zu bewirken. Seit 1970 werden Strategien verfolgt, die bewirken sollen, dass Frauen zu gleichen Teilen wie Männer im schwedischen Riksdag die Bevölkerung repräsentieren. Es sei ein demokratisches Recht, dass wenn Frauen die Hälfte der schwedischen Bevölkerung ausmachen, sie auch zur Hälfte im schwedischen Parlament
vertretten sind, damit eine bestmögliche Repräsentation der schwedischen Bevölkerung erfolgen kann. Seit den letztjährigen schwedischen Wahlen ist zumindest das Ziel der (Fast-) Gleichstellung der Frauen und Männer im Riksdag erreicht worden: 47% : 53%. Auch dem kleinen Manne -und natürlich auch der kleinen Frau- wird versucht, Gender Mainstreaming
nahezubringen. In Uppsala wird schon bei den Verkehrsschildern damit begonnen. Eine komplette Gleichstellung von weiblichen und männlichen Zebrastreifen-Überquerern ist zwar noch nicht erreicht, aber Bemühungen sind zu erkennen. Genauso ist zu erkennen, dass die Menschen in Uppsala nicht nur ihr Herz für die Gleichstellung der Geschlechter öffnen, sondern, dass sie auch ein Herz für Tiere haben...

Samstag, 15. September 2007

Der Systembolaget

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Um den Alkoholkonsum in Schweden einzudämmen, werden verschieden Strategien verfolgt. Zum einen werden in Supermärkten keine alkoholischen Getränke verkauft, die den Alkoholgehalt von 3,5 Volumenprozent übersteigen. Getränke, die diesen Volumenprozentanteil überschreiten, können einzig und allein im staatseigenen Unternehmen "Systembolaget" gekauft werden. Dieses hat aber nicht wie die Supermärkte täglich bis 22 oder 23 uhr geöffnet. Unter der Woche ist bis 19 Uhr geöffnet und am Samstag nur bis 15 Uhr. Der Einkauf für
Feiern o.ä. muss also genauestens geplant werden. Und wenn
dann der Einkauf ist, muss zum anderen festgestellt werden, dass 70% des Preises die Steuern sowie die vom Systembolaget
erhobenen Zusatzsteuern ausmachen. Wein könnte ab 6 €
ersteigert werden, Bacardi ab 25€, Havanna für 35 €, Baileys für
20 € oder Vodka für 25 €. Das sind doch mal Maßnahmen, die greifen müssten. Aber da gibt es ja auch noch diese berühmte Freihandelszone in Europa, der auch Schweden beigetreten
ist...und Dänemark ist nicht so weit weg. Und die Fähren, die zum Beispiel nach Åland fahren, gibt es ja auch noch...

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Und da sage mir mal einer, dass Alkohol in der schwedischen Gesellschaft verpönt ist...der Systembolaget am Samstag kurz vor Ladenschluss

Donnerstag, 13. September 2007

Die Schwedenbörse

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Der erste Schwede...ob er sich gerade bewusst war, dass er für euch fotografiert worden ist?

Es besteht der Mythos, dass alle Schweden und auch Schwedinnen traumhaft aussehen sollen. Oft ist die Rede davon, dass die SchwedInnen doch das beste Genmaterial (O-Ton) hätten; oder das versucht wird, als letzte Instanz nach Schweden zu fahren, um dort die Liebe zu finden. Ich für meinen Teil, da ich nun in Schweden bin, will euch behilflich sein. In regelmäßigen Abständen soll hier nun die Schwedenbörse weilen und euch bei der Entschediung helfen, ob denn nicht einmal ein (Brautschau-)Urlaub in Schweden angesagt wäre... Ich kann nur so viel sagen: Ja, es sind einige Menschen blond hier. Ja, und bestensfalls ist dies auch noch mit einem ansehlichen Antlitz gepaart. Es soll aber dennoch gesagt sein, dass der Modestil der männlichen Bevölkerung hier zum größten Teil sehr gewöhnungsbedürftig ist: Röhrenjeans in Kombination mit spitzen Schuhen sind nur ein Beispiel. Aber dafür sind sie eben zumeist blond, groß, blauäugig...

Sonntag, 9. September 2007

Kommentieren ist jetzt möglich!!!

Wie duch Mesiterhand, ach was schreib ich, wie durch Zauberhand ist nun auch das Kommentieren der Beiträge für nicht-registrierte Mitglieder möglich! Fragen sind natürlich auch erlaubt.

Vielen Dank an den Meister, der dieses Werk vollbracht hat!

Im Dienste der Bürgergesellschaft

Es ist allseits bekannt, dass Schweden hohe Steuersätze hat. Der Mehrwertsteuersatz beträgt hierzulande 25%. Demzufolge ist es für mich angebracht, die durch die hohe Mehrwertsteuer bedingten Zusatzkosten mit dem Zuverdienst von einigen Schwedischen Kronen zu kompensieren. Es wird von vielen Seiten empfohlen, dass man als Student in den Studenten-Nationen (in gewisser Weise mit Studenten-Verbibdungen zu vergleichen) Uppsalas arbeiten sollte. Also stellte ich mich in den Dienst der Nation "Värmlands". DIese bietet für die Studenten Mittagessen an. Ich habe sechs Stunden dort gearbeitet. Habe Essen mit vorbereitet, habe Essen verteilt, Kaffee gemacht, dreckiges Geschirr weggeräumt, habe dieses abgewaschen und habe sauber gemacht. Mein Verdienst für diese Arbeit waren 100 Kronnen. Abzüglich von Steuern bleibt mir ein Verdienst (!) von 70 Kronen (!!!). Das sind umgerechnet vielleicht 7,60 €. Das hört sich traurig an. Von der anderen Seite betrachtet, habe ich mich in den Dienst der Bürgergesellschaft gestellt. Ich habe etwas für das Gemein- wohl getan...
Nichtsdestotrotz habe ich mich bei einer Zeitarbeitsfirma angemeldet. Nebenher kann ich mich ja immer noch gemeinnützig engagieren - aber erst wenn das eigene Wohl gesichert ist.

Mittwoch, 5. September 2007

Wer braucht schon eine Uhr, wenn es Traditionen gibt...

Jeden Abend um 22 Uhr kann in Flogsta und in der näheren Umgebung der "Flogsta Scream" gehört werden. Aus den Fenstern, von den Balkonen und den Hausdächern ertönt das traditionelle und kollektive Studenten- geschrei. Es dient eventuell zur Stressbewältigung. Mir dient es dazu, ohne stressige Suche nach Handy oder Uhr, zu wissen, wie spät es ist.

Sonntag, 2. September 2007

Eine Nacht allein im Wald

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Der Abend am See

Die letzte Woche war vor allem durch drei Tage Kurzurlaub in und in der Nähe vom Nationalpark Färnebofjärden geprägt. Es wurde viel gewandert und Natur bestaunt. Es wurden Beeren und Pilze gepflückt. Erstere wurden gegessen und letztere wurde immer wieder weggeworfen. Elche wurden gesucht, aber nicht gesichtet. Erholung fanden wir an zwei Abenden in einer sehr gemütlichen Hütte in Ingbo. Bei Kaminfeuer und mit Kartenspielen ließen wir die Abende ausklingen. Die letzte Nacht wurde an einem der vielen Seen des Nationalparks Färnebofjärden verbracht. Ein „Windschutz“ und die dazugehörige Feuerstelle dienten als Zufluchtsort. Der Sonnenuntergang am See, das Grillen, das wärmende Feuer und das Beisammensein waren der angenehme Teil dieser Unternehmung. Unangenehmer wurde es, als sich die Dunkelheit einschlich, Geräusche aufmerksamer wahrgenommen worden sind und man langsam schlafen gehen musste. Es ist nicht empfehlenswert, dass wenn man vorhat die Nacht im Freien zu verbringen, sich anhand von Prospekten über die Weitläufigkeit der schwedischen Wolfs- und Bärengebiete zu informieren. Auch sollte man es vermeiden zum Schutz vor dem Wind eine Plane zwischen Bäumen aufzuhängen. Das Knistern der Plane lässt unvorteilhafte Gedanken entstehen. Des Weiteren sollte man sich die Landschaft um den Schlafplatz herum im Hellen genauer anschauen. Dadurch könnte im Dunkeln vermieden werden, dass Felsen im See auf einmal als Boote wahrgenommen werden, in denen sich Fischer, die schwarze, lange Mäntel tragen und unzählige Widerhaken besitzen, befinden. Wenn man zu viele schlechte Filme geschaut hat, dann weiß man, was diese Personen machen... Ausgenommen von diesen ausschweifenden Gedankengängen waren es aber sehr schöne Stunden am See, die durch wunderbare Menschen und durch die ungekannteFaszination für Natur bedingt waren. Und auch wenn das Thermometer in der Nacht den Plusbereich verlassen hat, haben wir nicht gefroren. Meine drei Hosen und sieben Pullover und Jacken waren sogar zu viel. Auch sind wir zu neuen Erkenntnissen gekommen. Zum Beispiel, dass Kreditkarten auch sinnvoll eingesetzt werden können: zum Schneiden von Käse.

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Caro, ich, Rob und Pipi am Feuer

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Unser "Windschutz", leider kein "Tierschutz"

Mittwoch, 22. August 2007

Eine Tradition aus Schweden

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Wenn sich der Sommer im August dem Ende zuneigt, ist es in
Schweden Tradition geworden, dass "crayfish parties" veranstaltet werden. Diese werden unter freiem Himmel zelebriert, um die letzten Züge des warmen Sommers nochmal zu genießen. Die gekochten Krebse werden kalt und mit den Fingern gegessen. Vor dem Essen des Krebses muss man aber sehr genussvoll und laut die Säfte, die sich noch im Tier befinden, aussaugen. Manche saugen selbst noch das Gehirn heraus und essen es genüsslich.Zum
Krebsessen darf natürlich das Brot und der Käse nicht fehlen,sowie das Bier und der Schnaps.
Es ist wirklich empfehlenswert dieser Tradition in Schweden einmal beizuwohnen. Es sollte sich aber darauf eingestellt werden, dass man danach wie Sau aussieht, dass die Finger bestialisch stinken und dass man das Fest ziemlich betrunken verlässt...

Montag, 20. August 2007

Ein Besuch auf Åland

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Sonntag, der 19.08.2007, wurde auf einer der Inseln von Åland verbracht. Åland ist eine Inselgruppe, bestehend aus zig (6.500) Inseln und bestehend aus circa 26.000 Einwohnern. Erreichen tut man diese Inselgruppe von Uppsala aus mit einer 2-stündigen Busfahrt und einer anschließenden 2-stündigen Überquerung der Ostsee mit einer Fähre. Angekommen auf Åland, befindet man
sich auf finnischem Boden, welcher sich aber autonom verwaltet. Des Weiteren wird schwedisch gesprochen, aber mit Euro bezahlt...verwirrend. Aber die meisten Menschen, die Åland erreichen sind verwirrt. Das liegt aber daran, dass wenn schwedische Hohheitsgewässer verlassen werden und finnische noch nicht befahren worden sind, ein wahrer Kaufrausch von Alkoholika im schiffseigenen „Lebensmittelmarkt“ beginnt. Es wird Alkohol, welcher von jeglichen Steuern befreit ist, verkauft und vor allem gekauft. Getarnte Familienausflüge arten in Kauforgien aus. Nichts desto trotz ist Åland an sich auch sehenswert: typisch schwedische Bootshäuser im Einklang mit
Schärenbuchten, Windmühlen, Mittsommerstangen, rote Klippen und Ålandpfannkuchen. Wer da nur an die Überfahrt Gedanken verschwendet, ist verwirrt...

Upps...ulli

Neues aus Uppsala

Was ich gerade mache...

lesen, lernen, lesen, auch studieren und natürlich lesen! på svenska: lära, läsa, också studera och javisst läsa!

Zufallsbild

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Ich lese...

bis nächsten Freitag noch zwei, drei Bücher zu Globalisierung und Entwicklung... noch nie so viel gelesen wie hier... und das ist Erasmus, ja???

Was ich hier unbedingt brauche...

fritid

Schwedisch - Deutsch für Insider...

Fritiden - die Freizeit. Kissnödig - wenn man dringend auf Toilette muss, dann sagt man dies (ein "k" vor einem "i "wird im Schwedischen "sch" ausgesprochen...).

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Zuletzt aktualisiert: 11. Dez, 17:38