Samstag, 10. November 2007

Eine kleine Reise nach Riga

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Eine der vielen Kirchen in Riga

Vor gut einer Woche weilte ich ein paar Tage in Riga. Eigentlich war ich nur damit beschäftigt, mich ein wenig von den „Lernphasen“ in Uppsala zu erholen. Dies bedeutet wiederum, dass ich die Altstadt von Riga (zusammen mit den anderen Mitreisenden) laufender Weise erkundet habe. Und wann immer
wir keine Lust mehr zum Laufen hatten, sind wir in ein Café gegangen und haben Kaffee getrunken. Das war oft. Vor allem am ersten Tag, wo es wunderprächtigen Schneeregen gab, der gleich dafür gesorgt hat, dass ich krank geworden bin. Die Abende waren natürlich von Feiern geprägt. Sofern das noch möglich war. Denn in Riga konnten ja wieder „normale“
Öffnungszeiten von „Clubs“ genossen werden. Dass heißt, wenn das ausgenutzt worden ist, wurde der nächste Tag eigentlich nur mit schlafen verbracht. Aber dennoch sind mir „besondere“ Auffälligkeiten begegnet:

- ziemlich viele Autos der Firmen Bentley, BMW, Mercedes, Porsche (Frage: Wie das?)
- ziemlich viel Sex-Tourismus (eventuell Beantwortung der obigen Frage)
- ziemlich viele „Naktsklubs“ (ob das „Nacht“ oder „Nackt“ bedeutet ist so was von egal)
- Wirtschaftswachstum um die 11% (eventuell auch die Antwort auf obige Frage)
- es ist gar nicht so billig wie gedacht (höchstwahrscheinlich wegen dem Wirtschaftswachstum)
- Ziemlich viele Frauen, die sich so kleiden, als ob sie als Animateusinnen in der Sex-Tourismus-Branche arbeiten
- ziemlich viele Männer, die so aussehen als seien sie Vorgesetzte dieser Animateusinnen
- im Vergleich mit Berlin sind die Menschen noch viel unfreundlicher (das Wirtschaftswachstum könnte womöglich doch nicht in Verbindung zum Dienstleistungssektor stehen)
- wenn man mit großer Handtasche und „kleiner“ Reisetasche Bus fährt, muss man summa summarum Bustickets für drei Personen kaufen (Verbrecher!!!!)
- Ganz viele Erasmus-Studenten aus Schweden die mit Hartschalen-Koffern nach Riga reisen, um den billig in
Supermärkten ersteigerten Alkohol sicher ins schwedische Land zu bringen
- hohes Aufgebot an Polizei (die Busgesellschafts-Verbrecher...jede Wette)
- Clubs mit 90er-Jahre-Techno, russischem Pop oder Britney & co. (darauf muss sich aber nur eingestellt werden und dann macht das Feiern auch Spaß)
- Wenn an öffentlich Plätzen offesichtlich Alkohol getrunken wird, dies von der Polizei gesehen wird, müssen circa 10 Euro Strafe bezahlt werden
- ganz viel Go-Go-Getanze in den Clubs
- Konsumfreudige Stadt (Öffnungszeiten der Supermärkte und der
Einkaufscenter: 10-22 Uhr/täglich)
- wenn das Zimmer im Hostel mit 12 anderen Personen geteilt wird, sollte man Ohropax dabei haben (WIRKLICH)
- sehr schöne Altstadt (die Außenbezirke habe ich aus irgendeinem Grunde vermeiden wollen...)
- es soll interessante Museen geben (haben die anderen gesagt...)
- interessant aussehende Häuser, Kirchen, Türme, Parks etc.
- super Angebot von Blätterteig-Backwaren
- günstige Pelmeni-Fast-Food-Restaurants (bieten auch Wodka-Shots für 60 Cent an)
- Stromleitungen zwischen den Häusern
- schöne, entspannte Tage die von einigen Auffälligkeiten begleitet waren

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Eine der vielen kleinen Straßen Rigas, die manchmal so aussehen, als sollte man sie nicht alleine betreten

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Die Stromleitungen...
der der p-log (Gast) - 13. Nov, 23:38

Auffälligkeiten

Ja, du scheinst mir doch eine eher aufmerksame Beobachterin unseres Alltags zu sein. Obwohl ich dazu noch gerne einige ergänzende Bemerkungen machte möchte, da diese "Auffälligkeiten" ein eher typisch osteuropäisches - sprich: östlich von Deutschland - vorkommendes Phänomen sind - meiner Meinung nach:

- ziemlich viele Autos der Firmen Bentley, BMW, Mercedes, Porsche (Ganz einfach: Man kann hier sowieso einfach alles auf Kredit kaufen. Besonders die günstig aus Deutschland äh... überführten Autos.)
- ziemlich viel Sex-Tourismus (Ebenso einfach: Liegt hier aber eher an den aus Deutschland und England überführten Männern.)
- ziemlich viele „Naktsklubs“ (Ein Freiheitssyndrom...)
- Wirtschaftswachstum um die 11% (naja 11% von wenig sind immer noch wenig ^^)
- es ist gar nicht so billig wie gedacht (Ne, nicht wegen dem Wirtschaftswachstum, sondern wegen dem Touristenwachstum. Oder andersrum: Die Einheimischen wissen einfach, wo man nicht einkaufen gehen sollte.)
- Ziemlich viele Frauen, die sich so kleiden, als ob sie als Animateusinnen in der Sex-Tourismus-Branche arbeiten (Ja, das verwirrt mich auch immer äh... was wollte ich nochmal...)
- ziemlich viele Männer, die so aussehen als seien sie Vorgesetzte dieser Animateusinnen (Die guten, alten, traditionellen Geschlechterrollen.)
- im Vergleich mit Berlin sind die Menschen noch viel unfreundlicher (Das ist das Hauptstadtsyndrom, wahrscheinlich ebenfalls an Touristenaufkommen gekoppelt.)
- wenn man mit großer Handtasche und „kleiner“ Reisetasche Bus fährt, muss man summa summarum Bustickets für drei Personen kaufen (Verbrecher? Komm wieviel hat dieses Verbrechen gekostet? 25 Cent? 50 Cent? Bestimmt nicht so viel wie die Faschisten in Berlin für eine einzige Fahrkarte verlangen...)
- Ganz viele Erasmus-Studenten aus Schweden die mit Hartschalen-Koffern nach Riga reisen, um den billig in
Supermärkten ersteigerten Alkohol sicher ins schwedische Land zu bringen (Also Erasmusstudenten die ersteigerten Alkohol in Sicherheit bringen findest du überall wo du Erasmusstudenten findest... In Prag tun sie das eher mit Plastetüten, der Weg ist halt nicht so weit.)
- hohes Aufgebot an Polizei (Ja. Stimmt. Dafür würde mir aber auch keine Erklärung einfallen. Könnte so nen Ding sein zwischen Stärke demonstrieren, den Geschlechterrollen und den Freiheitssyndromen.)
- Clubs mit 90er-Jahre-Techno, russischem Pop oder Britney & co. (^^ Yup. Irgendwie denken die, das ist genau das was Touristen mögen. Aber [-> siehe Alkohol] vielleicht haben sie auch recht.)
- Wenn an öffentlich Plätzen offensichtlich Alkohol getrunken wird, dies von der Polizei gesehen wird, müssen circa 10 Euro Strafe bezahlt werden (Das scheint mir übrigens nur in Berlin/Deutschland so zu sein, dass am Wochenende jeder Fahrgast in der S-Bahn ein Bier mit sich herumträgt. Kurz: Stimmt auch.)
- ganz viel Go-Go-Getanze in den Clubs (Ja, und?)
- Konsumfreudige Stadt (Ja. Man kann am Sonntag um 17 Uhr tatsächlich noch irgendwas total wichtiges kaufen gehen. Toll oder? Irgendwas was halt nicht warten kann. Äh... Ein Deo?)
- sehr schöne Altstadt (die Außenbezirke habe ich aus irgendeinem Grunde vermeiden wollen... Ich sag nur: Plattenbauten)

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Zuletzt aktualisiert: 11. Dez, 17:38